„Was gibt’s zu lachen?“ Gegenwart und Zukunft der Comedy im Fernsehen

 

Seit 2003 fragt die Grimme-Akademie einmal im Jahr “Was gibt’s zu lachen?”. In der Veranstaltung  anläßlich des jährlichen Köln Comedy Festivals referieren und diskutieren Fernsehmacher und Autoren über die Entwicklungen von Comedy im TV. Kurze Rückblicke auf die vergangenen Fernsehjahre, Vorausblicke auf die Zukunft und vor allem auch der Blick über den Tellerrand zeigen jeweils aktuelle Trends und Programmstrategien.

Teilnehmergebühr: 145,– Euro zzgl. MwSt.

Information und Anmeldung ab Montag bei:

Grimme-Akademie, Frau Hildegard Engler

Mail: Engler@grimme-institut.de

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Eyeworks Germany, Prime Productions,
Sony Pictures FFP und Köln Comedy Festival

am 18. Oktober 2012 von 10.30 Uhr bis 17.00 uhr

Schanzenstr. 22, Köln-Mülheim

Weitere Infos unter  www.grimme-akademie.de

Festival 2011: Es geht los

Die ersten Programmpunkte des diesjährigen Festivals vom 13. bis 29. Oktober zeichnen sich ab.

Bereits festgemacht sind die großen Shows von Bülent Ceylan, Michael Mittermeier und Dieter Nuhr in der Lanxessarena. Hier ist auch der Vorverkauf bei KölnTicket bereits geöffnet!!

Und noch ein spektakuläres Solo: Chefsekretärin Marlene Jaschke hat sich Richards Wagners kompletten “Ring der Nibelungen”  angesehen  - 16 Stunden! Jetzt singt und spielt sie ihre persönliche deutlich kürzere und lustigere Version in der Philharmonie. Ohne Frage, nach Frau Jaschkes Welterfolg mit “Carmen” das konzertante Highlight des Saison. Dieser Vorverkauf startet in Kürze.

Aber auch die Comedia hat schon eine ganze Reihe großer Namen verpflichtet:
Wiglaf Droste
Ursus &Nadeschkin
Ulan & Bator
Nessie Tausendschön
Mathias Tretter
Martina Schwarzmann
Mark Britton
Marc Uwe Kling
Malediva
Horst Schroth
Gerd Dudenhöffer
Gardi Hutter
Florian Schroeder
Arnulf Rating
Abba Jetzt
sind gesetzt.

Und es gibt in der Comedia neben den Soloprogrammen auch wieder die “WDR-Vorleser” mit Horst Evers und die 12. “Köln Comedy Ladies Night”, präsentiert von Nessie Tausendschön.

Auch schon klar: “Doppelte Spaßbürgerschaft” mit Fatih Cevikkollu wechselt vom Arkadas-Theater nun in die größere Comedia.

Wir liefern hier ab sofort regelmäßig Infos zum Programm und zu Vorverkaufsstarts. Stay tuned!

Comedian im Gefängnis

Am Mittwoch zeigen wir im Kölner Filmhaus die Premiere des Dokumentarfilms “This prison where I Live”. Es ist keine Komödie, warum also ist der Film im Festivalprogramm?

“This prison where I Live” ist ein Film über zwei Comedians: Maung Thura, besser bekannt als Zarganar, ist Burmas größter lebender Comedian.  Vom burmesischen Militärregime gnadenlos verfolgt, sitzt er derzeit im Gefängnis. Michael Mittermeier auf der anderen Seite ist frei darin, seine Kunst auszuüben, und mit seinem speziellen Humor und seinen Provokationen einer von Deutschlands größten Comedians.

Zwei Männer, durch Comedy verbunden, durch Unterdrückung getrennt.

Die Geschichte des Films beginnt in 2007, als Zarganar einwilligt, dem britischen Dokumentarfilmer Rex Bloomstein – trotz strengstem Verbots seitens des Regimes und obwohl er fünf Jahre in Einzelhaft verbrachte  – ein Interview zu geben. Zarganar spricht zwei Tage lang mit Bloomstein. In seiner Wohnung, auf den Strassen Ranguns und in einem Theater, in dem Kollegen ein Stück einproben, an dem er selbst nicht partizipieren darf. Material entsteht, das so noch nie zuvor gefilmt oder gesendet wurde.

Doch noch während Bloomstein im Anschluss an die Reise versucht, Produzenten für eine umfassende Dokumentation über Zarganar zu begeistern, wird dieser im Zuge seines Engagements während der “Saffron-Revolution” und aufgrund seines öffentlichen Eintretens zugunsten der Opfer des verheerenden Zyklons Nargis erneut verhaftet und aufgrund irrwitzer Anschuldigungen zu 59 Jahren Haft verurteilt.

In Freiheit, doch ebenfalls notorisch aufsässig und gerne an Tabus rüttelnd, hat Michael Mittermeier die Stand-Up Comedy im deutschsprachigen Raum salonfähig gemacht. Nachdem er von Zarganar hörte, hat er sich spontan mit Rex Bloomstein zusammengetan, um gemeinsam einen Film über einen einzigartigen Menschen zu machen und damit zu tun, was diesem Mann versagt wird: zur Welt zu sprechen. Gemeinsam fahren sie mit einem kleinen Team nach Burma, um “undercover” und unter gehörigem Risiko Zarganars Spuren zu folgen, und mit Gefolgsleuten, Freunden und seiner Familie zu sprechen.

“This Prison Where I Live” ist ein Dokumentar-Spielfilm und die Geschichte von Michael Mittermeiers Versuch, die Persönlichkeit, die Motivation und das Talent eines Mannes zu erkunden, der sich selbst als “Lautsprecher seiner Leute” beschreibt. Der deutschen Vergangenheit sowohl im dritten Reich als auch in der DDR gewährtig, schärft diese Reise Mittermeiers Bewußtsein über die Freiheit der Rede und der Kunst und zeigt die politische und gesellschaftliche Dimension von Humor und Satire.

Zarganar ist ein Mensch, der nicht den Weg des bewaffneten Widerstands gewählt hat, sondern ein Künstler dessen Waffen Filme, Bücher, Poesie und Komik sind. Michael Mittermeier besucht seine Stationen, sein Appartment, die Stadt, die Bühne auf der seine Stücke liefen. Aber als Michael und Rex wie geplant mit den Weggenossen Zarganars sprechen wollen, stossen sie auf ein Klima der Angst und der Furcht vor Unterdrückung. Sie beschliessen nun, so nah wie möglich an das Gefängnis im Norden des Landes zu kommen, in dem Zarganar eingesperrt ist …

Ein beeindruckender Film über Mut, Menschlichkeit, die Kraft des Humors und die Verbindung zweier Menschen, die sich noch nie gesehen haben, und sich dennoch nahe gekommen sind.

Wir haben Michael Mittermeier eingeladen, den Film in Köln während des Festivals zu zeigen, weil wir seit Gründung des Festivals bemüht sind, mit diesem Festival mehr zu verbreiten als professionelle Unterhaltung.

Comedy ist auch eine Haltung und Comedians, die ihren Beruf mit Rückgrat betreiben wie Michael Mittermeier, verdienen alle Unterstützung, die ein Festival wie wir ihnen geben kann.

“This prison where I live” Deutschland, Großbritannien 2010 Regie: Rex Bloomstein

Mi 13. Okt 20:00 im Kölner Filmhaus / Maybachstr. 111 / 50670 Köln

Tickets: 7,50 € (Tickets über off-Ticket und im Kölner Filmhaus)

Alle Erlöse aus der Vorführung von “This prison where I live” gehen über Amnesty International an die Stiftung, die um die Freilassung von Zagarnar kämpft. Es gibt deshalb keine Gästekarten.

Alles verstopft

Wir dachten eigentlich, unsere Besucher bei “Expedition Colonia” wären ziemliche Pfadfinder, aber wer am gestrigen Sonntag pünktlich zu einer der acht Festivalveranstaltungen geschafft hat, ist definitiv in diesen Kreis aufgenommen. Was für ein Verkehrschaos: Gesperrte Autobahn, verstopfte Messe mit gesperrter Zufahrt zum Tanzbrunnen, überfüllte Arena bei Supertramp, E-Werk und Palladium gleichzeitig in Vollbetrieb, die Mülheimer Brücke dicht und in der Innenstadt das Restgedränge und Durcheinander vom Marathon.

Wir haben also überall etwas später angefangen, um Unruhe durch verspätete Besucher zu vermeiden, was natürlich dann ein bißchen blöd ist für die, die pünktlich da waren. Aber alle haben mitgemacht und dafür an dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank.

Und, wie läuft’s ?

Prima, im Büro steigt das Festivalfieber. Alle Shows verkaufen gut, keine Krise. René Marik hat zweimal  das E-Werk ausverkauft (als Erster von allen 113 Veranstaltungen!), auch die die 1Live-Comedynacht ist dicht. Hagen Rether in der Philharmonie und Der Familie Popolski  liegen schon weit über 1.000 verkaufte Tickets. Für die Gala “Der Deutsche Comedypreis 2010″ gibt es nur noch knapp 30 Plätze, dann ist das riesige Studio im Coloneum mit über 1.300 Plätzen auch wieder ausgebucht.

Aber es kommen nicht nur weit über 30.000 Besucher und Fans, es kommen auch die Comedians, Agenten, Veranstalter, Redakteure, Produzenten und Scouts. Wir erwarten wieder weit über 1.000 professionelle Festivalbesucher, das heißt ja nicht umsonst “wichtigstes Branchentreffen”.

Und besonders schön ist, daß zu unserem integrierten Filmfestival nicht nur Michael Mittermeier kommen wird, um seine Dokumentation “This prison where I live” vorzustellen, sondern auch viele Filmemacher unseres Kurzfilmfestivals haben sich angekündigt. Wir freuen uns drauf. Die Kölner Hotels auch.

Haltet die Druckerpressen an!

Jetzt wird es langsam wärmer. Am nächsten Dienstag veranstalten wir unsere zentrale Pressekonferenz im frisch renovierten Gloria-Café, präsentieren das diesjährige Festivalprogramm, reden ein bißchen über 20 Jahre Festivalgeschichte und viele neue Künstler.

Live dabei: Der Familie Popolski, aus Berlin Puppen-Comedian Sascha Grammel, aus Köln Stand-Up Comedian Mark Britton und natürlich das ganze Festivalteam. Ein angemessener Auftakt für das größte deutsche Comedyfestival. (Ja, in anderen Städten wäre diese Besetzung schon ein eigenes Festival.)

Horst Evers: “Großer Bahnhof”

Er ist der große Erzähler unter den deutschen Kabarettisten und mit seiner grotesken Weltsicht gelingt es ihm immer wieder, die Wirklichkeit auszutricksen. Jetzt stellt sich Horst Evers den großen und ewigen Fragen. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Ist das weit? Muss ich da mit? Vor allem aber auch: Holt mich wohl jemand ab? Suchen wir nicht alle jemanden, der uns wenigstens einmal, und sei es nur für ganz kurz, einen großen Bahnhof bereitet? Evers entdeckt im Alltäglichen das Phantastische und dies mit seinem herzhaft komischen Mienenspiel gepaart mit rhetorischer Raffinesse. Gehen Sie mit auf eine Reise nach Absurdistan.

Am 7. Okt im Comedia Theater, der VVK ist freigeschaltet

LaLeLu: “Grundlos eitel – Das Deutschlandprogramm”

A cappella meets politisches Kabarett. Das gibt es nicht? LaLeLu, die ultimative A cappella-Sensation aus Hamburg macht es möglich! Mit ihrem einzigartigen Mix aus Gesang und Komik, Show und Parodie, Pop und Klassik begeistern sie von Flensburg bis Zürich. Denn sie kennen unser Land durch gelebte Selbsterfahrung besser als mancher Politiker. Grund genug, mit ihnen auf Deutschlandreise zu gehen. Die Vier enthüllen endlich die ganze Wahrheit. Unerschrocken erkundeten sie die letzten Winkel des Saarlandes und die Abgründe des Holsteiner Hügellandes. Sie schrecken vor nichts zurück und surfen virtuos durch die deutsche Landschaft und die Musikgeschichte.

Am 7. und 8. Okt im Senftöpfchen-Theater, der VVK ist freigeschaltet

Matthias Reuter: “Ein Huhn mit Schnee füllen. Finanzschwaches Musikkabarett”

Im zweiten Programm des Musikkabarettisten aus dem Pott geht es um mit Schnee gefüllte Philosophenhühner, gute und schlechte Ideen, Nichtwähler, gedrückte Daumen und bankrotte Städte. Um Politik, Diäten, rappende Tintenfische und das Leben, wie man´s so vorfindet. Außerdem wird wieder Klavier gespielt und nicht getanzt. Wenn Sie also Riverdance gemocht haben, dann – na ja… Für Kabarettfreunde ist es dafür sehr gut geeignet. „Poetisch, geistreich, politisch spitz – Reuter brilliert mit Originalität und trifft nicht nur auf dem Klavier jeden Ton exakt.“

Am 13. Okt im Atelier Theater, der VVK ist freigeschaltet

Frank Goosen: “Radio Heimat – Geschichten von Zuhause”

Er kommt aus dem Land voller Zauber und Poesie, dort wo man Gesichter “Fressen” nennt – dem Ruhrgebiet! Und Herr Goosen kehrt wieder dort, wo es am meisten Spaß macht: vor der eigenen Haustür. Er erzählt und liest Geschichten von Ommas und Oppas, Helden und Laberfürsten, von Pommesbuden und Kneipen. Drängende Fragen werden beantwortet. Wieso sagte Vattern früher: Mach die Augen zu und iss? Was meinte der Wirt, als er sprach: Watt der Mensch braucht, datt muss er haben? Hier spricht nicht der Landfunk, hier sendet die Kulturhauptstadt 2010 auf der Welle „Radio Heimat“. Wir schalten auf Empfang!

Am 6. Okt in der Kulturkirche Köln, der VVK ist freigeschaltet

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